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Wohnküche Makeover 2.0 – Sechs Schritte zur Optimierung Eures Essplatzes

So wird bei uns getafelt!

Warum ein Wohnküche Makeover? Wir lieben es als Familie gemeinsam an einem Tisch zu essen und achten darauf mindestens bei einer Mahlzeit am Tag beisammen zu sein. Irgendwie ist das mehr als nur gemeinsam essen fassen. Das ist zugleich Austausch von Erlebtem, Vorbereitung auf das, was ansteht, oder Verarbeitung von Eindrücken des Tages.

Das ist gemeinsames Nachdenken, Beratschlagen und allzu oft auch einfach ohrenbetäubender Lärm und Durcheinandergeplappere unserer Mädchen. Für mich ist es schlichtweg Familienleben pur. Und noch schöner ist es wenn sich Freunde dazugesellen.

Problem war bis August diesen Jahres nur: der Tisch! Ein altes Reqliquium aus meiner ersten eigenen “Wohnung” nach dem Studium. Von Tafel konnte da gar nicht die Rede sein. Er war schmal, MDF weiss lackiert, knarzte, wackelte verdächtig und war rundum zu klein.

Ihn als Vintagemöbel zu bezeichnen entspräche einer übertriebenen Hochstilisierung. Kurzum die Situation musste geändert werden. Ein Makeover unseres Essplatzes war nötig!

Aufgabe 1 auf dem Weg zur neuen Wohnküche: Überzeuge Deinen Mann!

So ein Investitionsvorhaben, das muss vorbereitet sein. Und bei meinem Exemplar reicht es da nicht sich eben mal den Mund fuselig zu reden. Nein.

Sowas muss unauffällig eingeführt, genährt und unter subtiler und ausgeglichener Bearbeitung zu einem unausschlagbaren Projekt fortentwickelt werden, das letztlich in einer wohlwollenden Umsetzung gipfelt.

Kurzum, das war der größte Teil der Arbeit. Die Wochen der tatsächlichen Planung, Auswahl und Umsetzung waren vergleichsweise ein Klaks!

Aufgabe 2: Sortiere alle Deine Ideen, verwerfe sie und überleg Dir zur Abwechslung mal ganz was Neues!

Das mit dem Weiss ist so ne Sache. Das war zeitweise ne ungute Beziehung, die zu viel Raum eingenommen hat und von der ich nicht loskam. Weiss ist so schön unaufdringlich, schafft Raum, Reinheit und Klarheit. Aber irgendwie ist halt auch mal Schluss mit der lieblichen Nummer sanfte Weiss und Beigetöne mit rosafarbenen Kleksen von Pip & Co zu mixen und seine Welt in Rosamunde Pilcher zu tauchen.

Da muss ein Statement her. Und zwar mal ein ganz anderes. Also hab ich meine sauberen, weissen Ideen von der neuen Familientafel in meiner weissen Hochglanzküche mit dem pinken Smeg erst mal sortiert und ausgearbeitet.

Nur um sie dann auf einen flapsigen Kommentar meines Mannes hin (mit der etwaigen Aussage: es wird doch ohnehin alles wieder weiss!) hochkant über Bord zur werfen und mich auf die Fährte des verführerischen Neuen zu begeben: der dunklen Seite unserer neuen Wohnküche.

Aufgabe 3: Verfolge das Ziel ungeachtet aufkommender Hindernisse

Das übergeordnete Ziel war klar: Wir brauchen mehr Platz. Für uns und für andere! Und wie schafft man für Familien besser Platz am Esstisch als mit einer Bank, auf der sich die Kinder stapeln lassen. Klingt gut. Nur dumm, wenn sich diese Vorgabe mit dem ausgesprochenen Wunsch nach einem heimatverbundenen Naturholzmöbel und einer Garnitur aus einem Guss nicht so recht decken will.

Wir fanden schöne lokale Hersteller für Naturholztische, aber diese hatten keine ansprechende Bank im Sortiment oder umgekehrt schöne Holzbänke, aber diese waren völlig losgelöst von jeglichem in Frage kommenden Tischdesign. Hier heisst es Ausdauer zu zeigen.

Eine gewisse Flexibilität ist in Einrichtungsfragen sicherlich stets erforderlich, aber Schnellschüsse sind meines Erachtens nie eine gute Lösung. Stattdessen empfiehlt es sich sämtliche Optionen auszusondieren, auszuloten und weiterzuforschen mit dem Ziel das Optimum an Zielerreichungsgrad herauszuholen. Und erst dann: ZUSCHLAGEN!

Aufgabe 4: Liebe auf den ersten Blick lässt sich nicht umdrehen (selbst wenn das Forecast Budget nicht ausreicht!!!) Erkläre das Deinem Mann.

Fünf unscheinbare Buchstaben: JANUA. Klang für mich beim ersten Kontakt nicht nach unwiderstehlichem Designerstück. Sah aber so aus. Und dieser erste Eindruck hat sich so in mein visuelles Gedächtnis eingeprägt, dass ich von dieser Liebe zu meinem neuen Massivholzesstisch mit Rohstahlwange (fortan: die Familientafel) nicht mehr loskam. Und jetzt war es nicht mehr an mir zu reden. Sondern an meinem Mann.

Der hat mit Inbrunst versucht Alternativoptionen schmackhaft zu machen und Second Best Lösungen an die Frau zu bringen und blieb hiermit doch erfolglos, denn die Liebe fällt nun mal dahin, wo sie hinfallen will. Und meine Liebe, was Massivholztische anbetrifft, galt nun mal der schönen und exquisiten Handwerkskunst von JANUA. Punkt.

Daran änderte auch die Perspektive, dass ich das gute Stück fortan vor der zuweilen auftrettenden Zerstörungswut meiner wild mit Löffeln und Melamin Geschirr um sich werfenden Meute würde beschützen werden müssen, nichts.

 

 

Aufgabe 5: Verkomplettiere das Gesamtensemble oder die richtigen Sitzmöbel sorgen für den Spaß beim Gelage!

Ich liebe ein stimmiges Gesamtbild. Und zu einem sinnlichen Tisch und einer exquisiten Bank gehören nunmal: bequeme Stühle!

Als ich zum ersten Mal auf die Stühle der Sitzmöbelmanufaktur Freifrau aus dem hohern Norden stieß, war mir nicht bewusst, dass diese eng mit JANUA kooperiert und noch viel weniger hätte ich diese auf den ersten Blick mit dem Prädikat “bequem” ausgezeichnet.

Auf das erste Probesitzen hin auch nicht. Die sind einfach nicht bequem. Die sind saubequem. Die sind ein Traum, aus dem Du buchstäblich nicht mehr aufstehen willst. Punkt. Ensemble vollständig.

Aufgabe 6: Wenns ans Eingemachte geht, lass Deinen Mann mal ran!

Mein Mann ist ein Künstler was die Umsetzung neuer Wandanstriche anbelangt. Und ich bin ein Genie darin ihn dazu zu bringen es zu tun. Wir haben lange zwischen den sicherlich feineren und schöneren  ultramatten Farben von Alpina und herkömmlichen Latex mit mattem Seidenglanz geschwankt und uns angesichts des zarten Alters (2 und 4) unserer doch so lebhaften und lebendigen Töchter für letztere Second Best Lösung entschieden.

Manchmal muss man einfach kapitulieren und doch zur Second Best Lösung greifen. Essensreste vom letzten Sonntagsschmaus und Fettspritzer mögen zwar zuweilen als Kunstinstallation herhalten, aber nicht in unserer neuen Wohnküche. Von daher griffen wir doch zu Wisch und Weg und alles prima.

Hinter der Küche wurde es ein dunkles charcoal Grau. Der Rest des Raumes wurde in Eiszeitblau getaucht. Ein sehr gelungenes Projekt wie ich finde.

Und zum Schluss…Our Happy End!

Wir lieben unsere neue Wohnküche. An unserem neuen Essplatz haben völlig unkompliziert 10-12 Leute Platz. Kleine Feierlichkeiten können hier ad hoc begangen werden und alles fühlt sich luftiger und gemütlicher an. Und wenn ich mit den Mädels Plätzchen backe, male oder bastel, dann muss einfach eine  Wachstuch herhalten, das danach schnell wieder weggeräumt ist und den Blick freigibt auf unsere schöne neue Familientafel.

Falls Ihr schon lange davon träumt Eure Wohnküche neu zu erfinden, helfen Euch die sechs Schritte oben ja vielleicht auf dem Weg dahin oder machen Euch zumindest Mut das Projekt anzugehen.

Wenn Ihr gerade Eure Wohnküche umgemodelt habt oder Rückfragen oder ergänzende Ratschläge habt, schreibt doch unten einen Kommentar. Ich freue mich über jede Rückmeldung!

Eure Carolin

von den

 

 

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2 Comments

  • Reply
    Betti Adrian
    November 22, 2015 at 12:49 pm

    Hallo ihr Lieben! Dieser Post hat mich sehr inspiriert, da ich momentan meine neue Wohnung einrichte. Eine Frage: Könntet ihr mir verraten, woher die Lampe und der Teppich sind? Liebe Grüße..Macht weiter so!

    • Reply
      Carolin-Anna
      November 23, 2015 at 1:05 am

      Liebe Betti,

      vielen Dank für diese motivierende Rückmeldung. Die Designerleuchte des Hersteller Lightyears heisst Caravaggio. Sie ist in unterschiedlichen Größen erhältlich. Auf den Bildern haben wir die P1 Version gezeigt. Hier der Link zur Herstellerseite: http://www.lightyears.dk/lamper/pendler/caravaggio/?variant=74006508

      Der Teppich “Patch” stammt von der Firma novel. Hier gezeigt in der Größe 200 x 300 cm. Er hat ein super Preis-Leistungsverhältnis, ist unkompliziert und absolut familientauglich.

      Wir freuen uns immer über ein Bild Deines Endergebnisses. Viel Spaß bei Deinem Redesign! ; )

      Carolin

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