Christmas Special FamilyLife

Mehr Zeit für Weihnachten: So klappts!

Wenn da doch etwas mehr Zeit für Weihnachten wäre…

In fünf Tagen ist Weihnachten. Und irgendwie kommt das nun doch sehr plötzlich. Ich würde mir am liebsten noch etwas mehr Zeit für Weihnachten wünschen. Und ich finde ja, dass die eigenen Kinder meine Wahrnehmung der Vorweihnachtszeit massiv verändert haben.

Während die Adventszeit früher einfach nur herrlich zum Genießen da war, man egal in welchem Alter Mama’s Plätzchen gemopst hat und ansonsten auch vorwiegend Annehmlichkeiten wie schöne Geschenke, familiäres Wiedersehen und dekorative Highlights mit der Festivität einhergingen, bedeutet Weihnachten als Mama doch irgendwie etwas ganz anderes.

Mit zunehmendem Alter meiner Kinder verspüre ich den Drang eigene Weihnachtsfamilientraditionen zu entwerfen und zu leben. Plätzchen werden nun nicht mehr einfach genascht, sondern erstmal mühsam unter der freundlich angebotenen Hilfe zweier unkontrollierbarer Heranwachsenden gebacken.

Die Dekoration wird nicht mehr nur genoßen und kommentiert, sondern muss selbst erdacht, besorgt und installiert werden. Weihnachtskarten müssen nun eigens kreiert und geschrieben werden. Von dem Aufwand sich Geschenke für eine Großfamilie auszudenken und diese alle zu besorgen und zu verpacken mal ganz zu schweigen.

Bei all diesen Bemühungen ist uns im letzten Jahr eines jedoch sehr deutlich geworden: Es kommt nicht darauf an, den strahlendsten Baum zu haben. Die tollsten Päckchen gepackt zu haben oder mit den schönsten und kreativsten Geschenken aufzuwarten. Am Schönsten ist die Weihnachtszeit – für uns und für unsere Kinder – wenn wir Zeit füreinander haben.

Zeit um ausgiebig mit unseren Kindern über die Bedeutung von Weihnachten hier und heute zu sprechen. Zeit lieben Freunden einen kleinen Gruß zu schicken. Zeit alle gemeinsam eine chaotische Plätzchenbackaktion zu veranstalten. Oder einfach nur Zeit um Kerzen anzuzünden, Tee zu kochen und gemeinsam die Weihnachtsgeschichte zu lesen.

Ihr braucht auch mehr Zeit für Weihnachten: So klappts!

1. Die Geschenke reduzieren

Wir haben jeder mehrere Geschwister und fast alle von diesen haben eigene Kinder. Wenn bei uns jeder für jeden Geschenke besorgt, artet das in die reinste Geschenkeflut aus und wir verbringen Tage im Weihnachts-Shopping-Rummel.

Daher wird bei uns nun bereits seit einigen Jahren unter den Erwachsenen gewichtelt. Den Betrag hierfür legen wir vorher fest. So muss jeder sich nur ein Geschenk im Rahmen eines gewissen Budgets  überlegen und mitbringen. Das Wichteln selber ist dabei gleich noch eine tolle Programmeinlage wenn die Kinderbescherung erstmal vorüber ist und die Kleinen mit Aufbauen und Spielen beschäftigt sind.

Als kleiner Tipp: Letztes Jahr waren bei uns im Geschenketopf unter anderem eine Stelton Isolierkanne, ein HAY Geschenkbox, ein wunderschönes, massives Eichenholz-Schneidebrett und ein Menu Bottle Grinder Pfeffer- und Salzmühlenset.

 

Unsere Regeln sind wie folgt…

Wir würfeln reihum. Wer eine Sechs würfelt darf ein Päckchen öffnen. Wird eine eins gewürfelt rotieren die Päckchen alle im Uhrzeigersinn. Würfelt man eine Drei und hat bereits ein Geschenk ausgepackt, darf man mit jemandem tauschen. Das geht so lange bis jeder ein Geschenk hat und noch drei Runden gewürfelt wurden. Andere tolle Wichtelspiele und die passenden Regeln findet Ihr aber auch hier.

Ich freue mich jedenfalls jedes Jahr riesig auf das Geschenkewichteln! Es reduziert den Päckchenaufwand erheblich, macht total viel Spaß und es ist mega spannend und witzig was sich die Anderen ausgedacht haben und was nachher bei einem landet.

2. Das 80:20 Prinzip auf Weihnachten anwenden

Gemäß dem Pareto Prinzip können 80Prozent der Ergebnisse mit 20 Prozent des Gesamtaufwandes erreicht werden. Auf Weihnachten übertragen könnte das zum Beispiel heissen zwei Sorten Plätzchen reichen. Der Besuch wird sich schließlich wohl kaum daran erinnern dass die Plätzchenvariation nur dürftig war. Hauptsache die Kinder hatten ihre Backerfahrung und in der Küche hat es ordentlich gestaubt.

Selbst gebastelte Papiersterne aus Butterbrottüten, die sich mit den Kindern im Nullkommanix herstellen lassen, taugen auch als Fensterdeko und man spart enorm viel Zeit, die man nicht im Dekoshop verbringt. Die Anleitung hierfür findet ihr übrigens hier. Und das wirkt fast ebenso pompös wie mühsam besorgte, aufbewahrte und abends alleine aufgehängte Glasdeko.

Und pssst…wer nicht so gerne wie mein lieber Schwager Alexander kocht, kann das Weihnachtsmenü notfalls auch einfach still und heimlich anliefern lassen. Hier bei uns in München jedenfalls kein Problem. ; ) Hauptsache das gemeinsame Essen hat Spaß gemacht und bleibt in Erinnerung!

Motto: Weniger ist mehr!

3. Die echte Weihnachtsgeschichte lesen

Die echte Weihnachtsgeschichte in der Bibel oder Kinderbibel lesen ist unbezahlbar. Weil Jesus nicht als hohes Tier oder starker König in die Welt kam, sondern als kleines Kind. Zu einfachen Menschen wie Dir und mir.

Weil das Vorgehen dort im Stall von Betlehem nicht von menschlicher Perfektion zeugt, sondern von einem Blick auf das Wunder  Gottes inmitten von Stress, Alltag und falscher Geschäftigkeit. Da war keine schöne Dekoration. Da war kein perfektes Essen. Aber zum allerersten Mal der Friede, den Gott uns anbietet, mitten unter uns.

In einem wunderschönen Weihnachtslied heisst es…

Was nie ein Auge gesehen,

was nie ein Mensch gedacht,

ist in dem Stall dort geschehen,

mitten in dunkelster Nacht.

Dort wo die Nacht am tiefsten ist

Dort erstrahlt leise ein Licht

Gott macht die Nacht zum Tag und zeigt

den Weg, sag siehst Du ihn nicht?

Ich wünsche Euch diese Weihnachten ganz viel Zeit Spaß zu haben wie Kinder, tolle Gemeinschaften,  Zeit zum Staunen, Ausruhen und zum Genießen und den Blick für das wahre Wunder von Weihnachten! Mehr Zeit für Weihnachten!

Eure Carolin von den

 

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